Armenien - ein Land dramatischer Berglandschaften und mittelalterlicher Tempel

Einleitung
Fakten
Geografie
Armenische Kunst und Kultur
Armenische Küche

Einleitung
Wenn Sie Sightseeing ohne Besuchermassen und Warteschlangen mögen, dann finden Sie hier den passenden Tipp: Beeilen Sie sich und reisen Sie nach Armenien. In der Kaukasusnation gibt es eine Menge zu sehen und zu unternehmen. Dennoch ist die Anzahl an Touristen bislang relativ gering und Sie kommen bei Ihrem Besuch in den Genuss, ungestört die Geheimnisse des Landes zu erkunden. Mit viel Charme aber kurzen Wegen ist das atemberaubend schöne Armenien ein ideales Ziel für einen Kurzurlaub mit viel Programm.
 
Armenien modernisiert sich: Jerewan ist das Zentrum der Kulturszene des Landes. Künste werden hier ebenso gepflegt und gefördert wie die Kaffeekultur. Die armenische Hauptstadt und Millionenmetropole besticht durch einen hohen Freizeitwert. Aber trotz aller Modernisierung steht das mittelalterliche Armenien mit seinen unzähligen Klöstern, Tempeln und Burgen, die die Seiten der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes füllen, im Fokus der Aufmerksamkeit.
 
Fast alle Sehenswürdigkeiten beeindrucken mit einer faszinierenden natürlichen Kulisse, die den besten Kameramännern der Welt würdig ist. Von tief eingeschnittenen, alten Flusstälern bis hin zu der glitzernden Oberfläche des Sewansees reichend, spielt Wasser in den armenischen Landschaften eine wichtige und prägende Rolle. Dennoch ist es die dramatische Gebirgslandschaft Armeniens, die einen bleibenden Eindruck bei Ihnen hinterlassen wird. Etwa 90 % des Landes liegt 900 Meter oder noch höher über dem Meeresspiegel.

Einige Fakten über Armenien
Einwohnerzahl 3 Millionen
Bevölkerungsdichte 101,5 pro km²
Hauptstadt Jerewan
Wichtigste Städte Jerewan, Gjumri, Wanadsor
Fläche 29.743 km²
Wichtigste Sprachen Armenisch 97,9%, Russisch 0,5%
Wichtigste Religion Christentum, Armenisch Apostolische Kirche
Währung Armenischer Dram (AMD)
Zeitverschiebung +3 Stunden (GMT)
Ländervorwahl +374

Geografie und Landschaft
Armenien, an den Südhängen des Kleinen Kaukasus gelegen, ist ein gebirgiges Land, das sich zu 90% rund 900 Meter über dem Meeresspiegel befindet. Der höchste Bergist der Aragaz, ein erloschener Vulkan mit einer Höhe von 4090 Metern; nicht zu verwechseln mit dem Berg Ararat, der im Nachbarstaat Türkei liegt, aber von Jerewan aus zu sehen ist. Die Landschaft Armeniens ist geprägt von tiefen Flusstälern und Schluchten, an deren steile Hänge sich beeindruckende Klöster klammern. Viele der einheimischen Säugetiere sind vom Aussterben bedroht, darunter Braunbären, Mufflons, Wildziegen und Leoparden. Vielleicht entdecken Sie während Ihrer Reise aber Feldhasen und Füchse.
 
Im Frühjahr und Sommer verleiht ein Teppich aus Wildblumen der ohnehin mit beeindruckender Schönheit gesegneten Landschaft eine ganz besondere Färbung. Im Osten des Landes finden Sie den größten See Armeniens, den Sewansee. 

Armenische Kunst und Kultur
Mit der Armenischen Buchmalerei hat Armenien einen großen Beitrag zur Weltkunstgeschichte geleistet. Aufwändige Handschriften der vier Evangelien und des Buches Genesis wurden geschaffen, um die Anbetung Gottes zu erleichtern. Beispiele dieser Kunst können im Mesrop-Maschtoz-Institut für alte Manuskripte, kurz Matenadaran, dem Zentralarchiv für alte armenische Handschriften in Jerewan, besichtigt werden.
 
Volksmusik hat in Armenien eine lange Tradition und viele Restaurants bieten abends Live-Musik. Instrumente wie Oud, Saz, Kemenche und Duduk verleihen der armenischen Musik einen unverwechselbaren Klang. Zu den beliebtesten Tänzen gehört der Mom Bar. Erhat seinen Ursprung am Sewansee und wird traditionell als letzter Tanz bei Hochzeitsfesten getanzt. Das symbolische Löschen von Kerzen weist die Gäste darauf hin, dass es an der Zeit ist, die Mäntel zu nehmen und nach Hause zu gehen.

Armenische Küche
Viele Gerichte der traditionellen armenischen Küche enthalten Lammfleisch. Die beliebtesten Wege es zu servieren sind: gegrillt als Schaschlik auf landestypischem, flachem und als Lavash bezeichnetem Fladenbrot, oder gekocht in einer Fleischsuppe, bekannt als Bosbasch.
 
Chasch ist eine weitere Spezialität. Diese dicke Fleischbrühe, die hauptsächlich aus gekochten Kuhfüßen besteht und zumeist mit Gemüse und Obst kombiniert wird, essen die Armenier häufig zum Frühstück. Kräftige Gewürze sorgen für den besonderen Geschmack. Alternativ können Sie auch Ghapama probieren, einen Kürbis-Eintopf mit Reis, Äpfeln, Zimt und Rosinen. Eine Mahlzeit der Armenier beginnt üblicherweise mit einer Auswahl an Vorspeisen. Dazu gehören z. B. gefüllte Paprika, mit Reis und Fleisch gefüllte Weinblätter, eingelegtes Gemüse und gekochtes Fleisch.
 
Obst gibt es reichlich in Armenien. Aprikosen sind allgegenwärtig und äußerst köstlich, aber auch andere Früchte wie Pfirsiche, Kirschen, Äpfel und Birnen gedeihen sehr gut auf den fruchtbaren vulkanischen Böden.
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